Verbände &  Kampfhandlungen

 

Die Kampfhandlungen im Oderbruch beginnen im Februar 1945 erstmals westlich der Oder. 

Doch wann beginnt die Schlacht um die Reichshauptstadt Berlin wirklich? 

Welche deutschen und sowjetischen Verbände handelten in diesem Raum? 

Welche Technik und Ausrüstung wird ins Feld geführt?

Diese Fragen werden hier eine Antwort finden.


Gliederung der 9. Armee am 10.04.1945 -erstellt durch den FBB1945-Gliederung der 9. Armee am 10.04.1945


Fahnenjunker an der Oderfront 

Kampfhandlungen im Raum Klessin und die Folgen in 5 Teilen


Teil 1: Fahnenjunker Mutschinski - Fhj.Gren.Rgt. 1242

"Kaum war abgeladen, gab es einen neuen Einsatzbefehl. Die fast vollständig aufgeriebenen deutschen Einheiten im Raum Podelzig, Wuhden und Klessin wurden herausgezogen und diese Stellungen sollten von uns besetzt werden. (...) Also ging es im Nachtmarsch über Mallnow an die vorderste Front nach Klessin (...)" (H. Mutschinski)

  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • siehe Bildbeschreibung
  • Bild-Quelle: Wuhdener Heimatverein e.V.
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Bild-Quelle: Wuhdener Heimatverein e.V.
  • Nie wieder Krieg!


Teil 2: Der Kampf um Höhe 54,2 - eine Geländeführung in Bildern


  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Übersichtskarte zu den Gefechten am 10.03.1945
  • Beitrag auf unserer Facebook-Seite
  • Übersichtskarte zu den Gefechten am 10.03.1945 - Höhe 54,2
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Geländeübersicht / Das Schlachtfeld heute.
  • An diesem Ort erlebt H. Mutschinski den sowjetischen Angriff am 10.03.1945.
  • Stellungssysteme an der Straße zwischen Podelzig und Lebus. Der Wald "schützt" die Spuren des Kampfes.
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
  • Detailfoto - Reste einer deutschen Panzerfaust



Teil 3:  Die Friedhofsmauer von Mallnow in der Wochenschau

Schmückle und weitere Soldaten des Fhj.Gren.Rgt. 1241 wurden zu Protagonisten einer der letzten deutschen Wochenschauen. Der genaue Drehort der Wochenschau in Mallnow kann noch heute besucht und leicht zugeordnet werden. Hier erhielt Willi Schmückle das EK 1, seine Kameraden das EK 2. 

„Bei seinem ersten Infanterieeinsatz hielt Schmückles Zug einen entscheidenden Punkt an der Oderfront 24 Stunden (12 Stunden gemäß Div.-Tagesbefehl vom 20.03.1945) gegen eine gewaltige sowjetische Übermacht (…)“ heißt es im letzten propagandistischen Zucken Deutschlands, in dem Schmückle gut inszeniert zunächst das EK 1 in Mallnow erhält.

Nur Tage später erhalten die Fhj.-Feldwebel Liedtke (posthum) und Schmückle, nunmehr im Rang des Leutnant,  für die Gefechte um Höhe 54,2  auch das Ritterkreuz durch Generalmajor Siegroth, Kommandeur der 712. Infanterie-Division, in Niederjesar.

Was die Wochenschau nicht zeigt ist das Grab von Albert Gustav Liedtke. Es liegt im nur wenige Kilometer entfernten Ort Niederjesar. Liedtke führte den Angriff auf die Höhe 54,2 am 10.03.1945 und fiel im Gefecht. 


Leutnant Willi Schmückle nach der Auszeichnung.
Leutnant Willi Schmückle nach der Auszeichnung.
Männern der 6. Kompanie / Fhj.Gren.Rgt. 1241 erhalten in Mallnow das EK 2.
Männern der 6. Kompanie / Fhj.Gren.Rgt. 1241 erhalten in Mallnow das EK 2.
Frontnahe Verleihung: Willi Schmückle nimmt die Auszeichnung entgegen. Um den Hals trägt er dabei sein Dienstglas.
Frontnahe Verleihung: Willi Schmückle nimmt die Auszeichnung entgegen. Um den Hals trägt er dabei sein Dienstglas.
Willi Schmückle erhält im Beisein weiterer Soldaten seines Regimentes das Eiserne Kreuz 1. Klasse.
Willi Schmückle erhält im Beisein weiterer Soldaten seines Regimentes das Eiserne Kreuz 1. Klasse.


Teil 4: Ein Grab in Niederjesar zwischen Grabkreuz und Ritterkreuz

Fahnenjunker Albert Gustav Liedtke fiel am 10.03.1945 an der Oderfront auf Höhe 54,2. Er fand sein Grab auf einem der vielen Kriegsgräberstätten der einstigen Frontgebietes in Niederjesar,

Fahnenjunker Willi Schmückle, nunmehr Leutnant, der den Krieg überlebte und am 24.09.1988 verstarb, nahm nur wenige Meter vom Grab des Fhj.Fw. Liedtke das Ritterkreuz von Generalmajor Siegroth, Kommandeur der 712. ID, entgegen. 


Der Grabstein von Albert Gustav Liedtke in Niederjesar.
Der Grabstein von Albert Gustav Liedtke in Niederjesar.
Die Dorfkirche von Niederjesar im Jahr 1945 und heute. Bild-Quelle: FBB1945-Archiv, Pinterest.de
Die Dorfkirche von Niederjesar im Jahr 1945 und heute. Bild-Quelle: FBB1945-Archiv, Pinterest.de
Ein altes Holzkreuz markiert sein Grab ebenfalls.
Ein altes Holzkreuz markiert sein Grab ebenfalls.



Teil 5:  Fernschreiben zur Beförderung und Auszeichnung & Originalschauplätze heute

Das Forschungskollektiv FBB1945 freut sich, diese historischen Orte an der Oderfront in ihrer Gesamtheit ausfindig gemacht zu haben. Dieser Beitrag soll aber auch den Wahnsinn des Krieges zum Ausdruck bringen. Eine Ehrung soldatischer Leistungen einen Steinwurf weit entfernt von Leid, Tod und Trauer. Wir sagen: Nie wieder Krieg!



  • Der 2. Weltkrieg in Berlin und Brandenburg
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