Plan:2026
Aktuelles
"Nur ein kleiner Bauchschuss" - Lothar Bock - Fragmente eines Lebens
Vortrag, Lesung, Ausstellung Samstag, 17.10.2026 - Seelow
In der Nacht zum 07. Februar 1945 erreicht der Fahnenjunker Hans Rackwitz und "sein" Regiment 1235. der "Schule I für Fahnenjunker der Infanterie" aus Dresden den Bahnhof von Schönfließ, unweit der Seelower Höhenstufe. Unweit der Front geht das Regiment noch in der Nacht in den Einsatz. Es folgen verlustreiche Tage, so dass Rackwitz nur 3 Wochen später folgendes in sein Tagebuch vermerkt:
"25.2.45 Eigene Einheit ist jetzt so dezimiert, daß sie beim Regiment 1242 (KS.Wetzlar ) eingegliedert wird. Feldpostnr. 19164 E."
Nach weiteren drei Wochen erhalten die noch lebenden Fahnenjunker der Kriegsschule Dresden um Rackwitz einen Aufruf ihres Kommandeurs Oberstleutnant Hans Becker, welchen wir im Rahmen unserer Recherche zur Ausstellung "Nur ein kleiner Bauchschuss" - Lothar Bock - Fragmente eines Lebens" im Archiv der Gedenkstätte Seelower Höhen gefunden haben:
"Den Fahnenjunkern der Regimenter: 1235, 1238 und 1240 zum 15. März 1945
Inmitten Eurer Grenadiere werdet Ihr heute vor dem Feind zu Offizieren befördert und erlebt so diesen stolzen Tag, wie ihn noch nie Fahnenjunker der Schule erleben durften. (...) Tragt die Schulterstücke in Ehren und erfüllt immer das, was das deutsche Volk von seinen Soldaten erwartet! (...)" (Auszug)
Fahnenjunker Hans Rackwitz, nunmehr Leutnant, quittiert für diesen 15.03.45 nur Folgendes in sein Tagebuch:
"15.3.45 - Leutnantsschulterstücke beim Bat.gefechtsstand geholt."
So wie Hans Rackwitz, der durch seine Tagebuchaufzeichnungen einen verstörenden Einblick in die letzten Kriegswochen gibt, erreichte und erlebte auch Lothar Bock die "Oderfront".
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Vortrag, Lesung und Ausstellung - "Nur ein kleiner Bauchschuss" Lothar Bock - Fragmente eines Lebens"
Samstag, 17.10.2026 - Beginn - 10:00 Uhr
Gedenkstätte & Museum Seelower Höhen
Anmeldungen bitte per Kommentar oder Mail an
fbb1945.info@gmail.com
Am Rande des Bruchs
18.04.2026, Samstag, Tag der offenen Tour (Gelände der Gedenkstätte Seelower Höhen)
Vorstellungsvortrag in Berlin - "80 Jahre Kriegsende"
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Schlachtfeld Oderbruch 1945&2025
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Vielen herzlichen Dank an das Team von Berliner Unterwelten e. V.!
Bildergalerie - "Von Gardisten und Grenadieren" | Großer Panzerfund! Exklusive Ortsbestimmung durch die FBB1945 |
"Die Hölle von damals ist heute eine friedvolle Landschaft."
| Unser Ziel ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sowie die Heimatpflege und Heimatkunde im Hinblick auf die Geschehnisse in Zeiten des nationalsozialistischen Regimes und besonders im Zeitraum des Zweiten Weltkrieges in Berlin und Brandenburg. Wir beleuchten die direkten Folgen des Krieges auf die Nachkriegszeit, die Gegenwart und Zukunft sowie den Einfluss auf Landschaft und Leben. Auch steht die Förderung der Kultur- und Geschichtslandschaft in Berlin und Brandenburg im Vordergrund. |
WIR
Die Forschungsgruppe Berlin / Brandenburg 1945 ist eine Vereinigung von Menschen, welche durch ihr gemeinsames Interesse für Militär- und Heimatgeschichte verbunden ist. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die letzten Ereignisse des Frühjahrs 1945 in Brandenburg und Berlin zu recherchieren, zu erforschen und zu beleuchten. Bereichert wird die Arbeit der Forschungsgruppe durch die individuellen Begabungen und Fähigkeiten der Mitglieder, von denen einige, sei es beruflich oder aus familiären Interesse und Antrieb, das Thema seit Jahrzehnten verfolgen.
FBB1945 - Zusammen. Geschichte. Erleben.
In vielen der beschaulichen Orte in Brandenburg und Berlin, beispielsweise in der Festung Küstrin, im Oderbruch, in Seelow oder Halbe tobten im Frühjahr 1945 die letzten erbitterten, schonungslosen Kämpfe des Zweiten Weltkrieges. Insbesondere diese Orte bürgen bis heute Geheimnisse, welche entdeckt und aufgeklärt werden können und sollten! Dafür gibt es für Interessierte die Möglichkeit, uns auf dem ehemaligen Schlachtfeld zu begleiten und so die "Geschichte zusammen zu erleben". Die Forschungsgruppe versucht eine Plattform zu schaffen, fernab jedweder politischen Orientierung, mit deren Hilfe man versucht auf- und erklärend Wissen auszutauschen, sowie neue Erkenntnisse zu gewinnen. Der Soldat als Mensch, unabhängig seiner Waffenrockfarbe, tritt dabei nie in den Hintergrund. Das Erinnern und Gedenken derer, die auf den Kriegsgräberstätten in Brandenburg und Berlin beigesetzt wurden oder noch immer unbekannt, zu tausenden im Boden der ehemaligen Schlachtfeldern ruhen, bilden für die Forschungsgruppe Berlin Brandenburg 1945 einen zusätzlichen Schwerpunkt.

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